Am 09. September 2026 fiel mit dem symbolischen Spatenstich der Startschuss für ein bedeutendes Bauvorhaben in Dresden. Der 30 Jahre alte Gebäudekomplex des Sächsischen Landtags soll saniert werden und auf vorhandenen Freiflächen ein dreigeschossiger Erweiterungsbau für Büros und die Technikzentrale des Parlamentsgebäudes entstehen.
Umgesetzt wird das Vorhaben durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) – und die REIKAN Mineralik GmbH erhielt, zusammen mit der ZÜBLIN Spezialtiefbau, den Zuschlag für die Spezialtiefbauarbeiten.
Der Sächsische Landtag – ein Stück „Weiterbauen im Bestand“
Das heutige Gebäude ist kein vollständiger Neubau. Der Altbau entstand 1928–1931 als Landesfinanz- und Zollamt nach Plänen von Max Barthold und Ernst Tiede im Stil der Neuen Sachlichkeit. Nach 1990 wurde dieser Bestand bewusst nicht abgerissen: Peter Kulka gewann 1991 den Wettbewerb für den neuen Landtag und verband den historischen Baukörper mit einem modernen Neubau. Dieser entstand 1991–1994; prägend sind der runde Plenarsaal sowie die großen Glasfassaden. Der Landtag beschreibt den Neubau selbst mit vier Materialien: „Stahl, Glas, Stein und Beton“.
Das ist auch politisch gemeint: Die großen Glasflächen sollen Transparenz und Offenheit der parlamentarischen Demokratie sichtbar machen. Der Neubau war zudem der erste Parlamentsneubau in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung.
Einordnung in das große Ganze: Die Sächsische Landesstrategie Kreislaufwirtschaft
2024 veröffentlichte das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz die Sächsische Landesstrategie Kreislaufwirtschaft. Sie beschreibt konkrete Ziele basierend auf dem Antrag „Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfgesellschaft“. Dazu gehören u. a. Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, ressourcenschonendes Produkt- und Prozessdesign, geringerer Ressourcenverbrauch und die Schließung regionaler Wertschöpfungsketten.


